Nach dem Vorbild mittelalterlicher Klostergärten wurde der
Garten kreisförmig, unterteilt durch sich kreuzende Wege, angelegt. In den
entstandenen Segmenten finden sich traditionelle Heilpflanzen von Alchemilla
bis Ysop, wie sie auch schon von der berühmten Äbtissin Hildegard von Bingen im
12. Jahrhundert für vielerlei Anwendungen auf dem Gebiet der Kräuterheilkunde
beschrieben worden sind.
Die Initiative zu diesem Projekt stammt von Dr. Beatrix und
Uwe Koberger, Inhaber der Bären-Apotheke Grafing. In Zusammenarbeit mit dem
örtlichen Gartenbauverein unter Leitung des Vorsitzenden Franz Heider und der
Stadt Grafing konnte der Apothekergarten dann zusammen mit dem neuen Stadtpark
im Oktober 2005 eingeweiht werden.
Alle Pflanzen sind mit Schrifttafeln, die über die exakte
botanische Bezeichnung, Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete Auskunft geben,
versehen.
Die Apotheker-Rose „Rosa Gallica“ umrahmt den Garten
prachtvoll. Die Beschaffung dieser wertvollen Rosen wurde durch das Münchner
Gartencenter Seebauer großzügig bezuschusst.
Der Garten soll als Lehr- und Schaugarten genutzt werden,
aber auch zum Verweilen und Innehalten einladen.
Die Pflege und Bepflanzung des Gartens sowie die fachliche Betreuung
wurde durch das Apothekerehepaar Koberger auf Dauer und unentgeltlich
übernommen.
Immer wieder finden sich fleißige Helfer wie hier zu sehen
Herr Heider, Mutti und Apothekenhund Lulu.